Verletzungen des Auges: Verätzungen
Erfordern eine sofortige Behandlung an der Unfallstelle!
Als Verätzung bezeichnet man eine Schädigung des Auges durch
chemische Stoffe. Verätzungen zählen zu den schwersten
und folgenreichsten Verletzungen des Auges.
Sie erfordern eine sofortige Behandlung an der Unfallstelle.
Die Symptome hängen von der Substanz und der ins Auge gelangten
Menge ab.
Ein Tropfen Säure auf der Hornhaut kann zu einem Geschwür
und unter Umständen zu einer bleibenden Narbe führen.
Ein Säurestrahl schädigt auch die Umgebung des Auges und
bewirkt Verunstaltungen der Lider.
Laugen verursachen noch schwerwiegendere Schäden als Säuren.
Schon wenige Tropfen können die ganze Hornhaut für immer
trüben und bewirken, dass später der Augapfel und die
Lider miteinander verwachsen.
Feste Stoffe können zusammen mit der Augenflüssigkeit
chemische Reaktionen auslösen, die das Auge schädigen
(z. B. Brandkalk). Gasförmige Stoffe wie Dämpfe, Nebel
und Rauch schädigen hauptsächlich die Schleimhäute.
Für die Prognose ist sofortige Therapie entscheidend - Sofortmaßnahmen
sollten so schnell wie möglich noch am Unfallort erfolgen!
Es sollte innerhalb von Sekunden das Auge ausgiebig gespült
werden, am besten unter dem nächsten Wasserhahn. Das Auge sollte
mindestens 10 min. lang gespült werden, wobei man die Augenlider
notfalls auch mit Gewalt öffnen muß. Steht kein Wasser
zur unmittelbaren Verfügung kann jede andere neutrale, wässrige
Flüssigkeit verwendet werden.
Nach der intensiven Spülung muß der Patienten sofort
in die nächste Klinik oder zum nächsten Augenarzt gebracht
werden!
|