Das trockene Auge (Sicca Syndrom)
Was ist das?
Der Begriff "trockenes Auge" bezeichnet einen Zustand,
der durch eine Verminderung der Produktion an Tränenflüssigkeit
und/oder Fehlfunktion des Tränenfilms zu einer Erkrankung der
Augenoberfläche führt.
Ein "trockenes Auge" kann in Zusammenhang mit Systemerkrankungen
(z.B. Sjögren-Syndrom, chronische Polyarthritis, Kollagenosen)
und Hautkrankheiten auftreten und durch Medikamente oder Umweltfaktoren
ausgelöst und/oder verstärkt werden.
Zu den Symptomen können Brennen und Fremdkörpergefühl
("Sand im Auge"), ein vermehrter (!) Tränenfluß
und "müde Augen" gehören.
Der Augenarzt kann ein "trockenes Auge" an der Spaltlampe in Verbindung
mit verschiedenen Färbemethoden und Tests diagnostizieren.
Sofern organische Ursachen, wie z.B. Lidfehlstellungen, ausgeschlossen
sind, erfolgt die Therapie medikamentös durch Gabe von Tränenersatzstoffen
("künstliche Tränen", als Tropfen,
Gele oder Salben). Im Falle einer Systemerkrankung oder begleitenden
Erkrankung sollte diese ebenfalls behandelt werden. In schweren
Fällen können außerdem eine Brille mit Seitenschutz
(zur Verminderung der Verdunstung) oder ein Uhrglasverband zur Nacht
angewendet werden. Gegebenenfalls ist auch ein chirurgischer Eingriff,
z.B. ein Verschluß der Tränenpünktchen notwendig.
|