Augenärztliche Screening - Untersuchungen
Screening Untersuchungen dienen der Früherkennung von Erkrankungen.
Im Kindesalter
Nach wie vor erfolgten die Untersuchungen des visuellen Systems
im Rahmen der ersten vier Lebensjahre durch Kinder- oder Allgemeinärzte,
die weder über eine adäquate Ausbildung noch über
die Praxis-Ausstattung zur Früherkennung von Sehstörungen
und deren Ursachen verfügten. Dem Augenarzt dagegen stehen
Mittel zur Verfügung, dass Sehvermögen auch ohne Mitarbeit
des kleinen Patienten einzuschätzen: Selbst beim Säugling
sind einfache Sehtests durchführbar.
Statistiken gehen davon aus, dass bei rund fünf Prozent aller
Kinder eine so genannte Amblyopie, eine funktionelle Schwachsichtigkeit
mit Herabsetzung der zentralen Sehschärfe, vorliegt. Wenn auch
selten, so können selbst bei Kindern Linsentrübungen,
Tumore oder andere angeborenen Erkrankungen vorliegen, die nur ein
Augenarzt diagnostizieren kann.
Augenärzte raten deshalb, dass Kinder mit erhöhtem Risiko
für Schielen und Fehlsichtigkeit
mit sechs bis zwölf Monaten und alle übrigen innerhalb
des dritten Lebensjahrs einer augenärztlich-orthoptischen Untersuchung
zugeführt werden. Vor der Einschulung ist die Überprüfung
der peripheren Sehfähigkeit, des Stereo- und Farbsehen sowie
der visuellen Wahrnehmung empfehlenswert.
Im Erwachsenenalter
Augeninnendruckmessung
Der Augeninnendruck ist der wichtigste Parameter in der Diagnostik
und Verlaufskontrolle des Grünen Stars (Glaukom).
Amsler Test
Der Amsler Test dient der Überprüfung
der Makulafunktion. Er findet bei älteren Patienten und Patienten
mit Makula- oder Netzhauterkrankungen Anwendung.
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