Offene, perforierende Verletzung des Auges
Was ist das?
Augenverletzungen können in
Verletzungen mit und ohne Eröffnung des Augapfels unterteilt
werden. Die letzteren - auch genannt preforierende Verletzungen
- sind die schwerwiegenderen und bedürfen in jedem Fall einer
operativen Versorgung.
Die häufigsten Ursachen sind Stichverletzungen, Glasverletzungen,
etwa durch ein Brillenglas beim Sturz, durch eine explodierende
Sprudelflasche oder durch Windschutzscheibenverletzung, sowie Hammer-
und Meißelverletzungen. Besonders bei der letzteren Verletzungsart
kann ein Fremdkörper im Auge stecken bleiben.
Eine perforierende Verletzung muss schnell operativ versorgt werden.
Dies erfolgt in der Regel in Vollnarkose. Nach einer solchen Verletzung
besteht das Risiko einer schweren Entzündung im Auge, weshalb
der Patient antibiotisch behandelt werden sollte. Außerdem
muss an einen ausreichenden Tetanusschutz gedacht werden.
Die Prognose hängt vom Schweregrad ab. Durchschlägt
ein kleiner, inerter Fremdkörper das Auge seitlich und bleibt
in der peripheren Netzhaut stecken, so kann das Sehvermögen
bei schneller Therapie unter Umständen erhalten bleiben. Handelt
es sich dagegen um einen organischen, nicht sauberen Fremdkörper,
ist eine Infektion des Auges mit Bedrohung des Sehvermögens
zu erwarten.
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