Augentropfen und Augensalben
Was ist das?
In der Augenheilkunde werden selten Tabletten oder intravenöse
Infusionen verwendet, die erst über den Magen-Darm-Trakt resorbiert
werden müssen und deren Wirkstoffe dann nur in stark verdünnter
Form über die Blutbahn zum Auge gelangen.
Es ist vielmehr naheliegender, das Medikament in Form von Tropfen
oder Salben direkt in der gewünschten Konzentration an den
gewünschten Wirkort, das Auge, zu bringen. Ein weiterer Vorteil
der topischen (auf das Auge beschränkten) Medikamentengabe
ist außerdem, dass Allgemeinwirkungen auf den Körper
minimiert werden.
Je nach gewünschter Wirkdauer werden Augentropfen, -gele
oder -salben in den unteren Bindehautsack (zwischen die Innenseite
des Unterlides und das Auge) gegeben.
Tropfen und Gele beeinträchtigen in der Regel die Sehkraft
nicht. Die Dauer ihrer Wirksamkeit hängt vom verwendeten Inhaltsstoff
ab, ist jedoch kürzer als bei Augensalben. Nachteil der Salben
ist die durch sie bewirkte Einschränkung der Sehfähigkeit
(Schmierfilm auf dem Auge), so dass sie meistens nur zur Nacht gegeben
werden.
Alternativ können Medikamente in die Bindehaut (subkonjunktival)
oder neben das Auge (parabulbär) gespritzt werden. Dies ist
z.B. bei starken Entzündungen angebracht, da so die dauerhafteste
und stärkste Wirkung erzielt werden kann.
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